Resilienz
Eine Resilienzstrategie ist für das geplante KI-Reallabor Rheinland-Pfalz aus mehreren Gründen zentral:
Regulatorische Einbettung
Artikel 57 der KI-Verordnung verlangt von Reallaboren explizit Mechanismen zur Risikominimierung und zum Schutz betroffener Personen. Eine Resilienzstrategie operationalisiert diese Anforderung, indem sie systematisch Störszenarien antizipiert – von technischen Ausfällen über Datenqualitätsprobleme bis hin zu regulatorischen Änderungen während der Testphase.
Spezifische Relevanz für z. B. Hochwasser- und Starkregenmanagement
Gerade bei kritischer Infrastruktur wie der Integration mit HydroZwilling ist Ausfallsicherheit keine Option, sondern Voraussetzung. Die Resilienzstrategie muss klären, wie das System bei Sensorausfällen, Kommunikationsunterbrechungen oder fehlerhaften Vorhersagen reagiert – also genau dann funktioniert, wenn es am dringendsten gebraucht wird.
Vertrauensbildung bei Stakeholdern
Kommunen, Wasserbehörden und Bürger:innen werden KI-gestützte Warnsysteme nur akzeptieren, wenn transparent dargelegt ist, wie mit Fehlern und Ausfällen umgegangen wird. Eine dokumentierte Resilienzstrategie signalisiert institutionelle Reife und erleichtert die spätere Skalierung über die Testphase hinaus.
Kumulative Finanzierung absichern
Bei der geschichteten Förderstruktur aus EU-, Bundes- und Landesmitteln erwarten Fördergeber Nachweise zur Nachhaltigkeit. Eine Resilienzstrategie dokumentiert, wie das Labor auch bei Personalwechseln, Budgetschwankungen oder veränderten politischen Prioritäten handlungsfähig bleibt.
Abb.: Resilienzstrategie, eigene Darstellung (CC-BY-SA-4.0)